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Sorge um gefälschte RoHS-konforme Komponenten

Don schreibt:

Bei einer gestrigen RoHS-Software-Demo (EMA Design Automation) kam das Thema der gefälschten RoHS-konformen Teile zur Sprache. Haben Sie etwas über diesen Bereich gehört? Wie verbreitet ist es? Mir scheint, dass nicht nur Erklärungen von Lieferanten ausreichen würden, sondern dass eine tatsächliche Hardware-Analyse (XRF) durchgeführt werden sollte, um die Konformität sicherzustellen.

Übrigens - Ihr Blog steht ganz oben auf meiner Lesezeichenliste. Sie sind derzeit direkt unter Ebay.

Don:

Vielen Dank für Ihr Interesse an meinem Blog.

Ich gehe davon aus, dass Fälschungen ein Problem sein werden, wenn man nicht mit seriösen Anbietern zusammenarbeitet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine Fälschung direkt von TI, Kemet, Amcor usw. bekommen würde. Ihre Sorge ist jedoch berechtigt. Die Welt nimmt RoHS so locker, dass ich davon ausgehe, dass es ab dem 1. Juli 2006 Bestände an nicht RoHS-konformen Bauteilen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar geben wird. Viele Gauner werden von diesen Bauteilen, die als Schrott behandelt werden können, profitieren wollen. Es wird also der Grundsatz "caveat emptor" gelten.

XRF kann (aber nicht immer) zeigen, dass eine Komponente gegen die Vorschriften verstößt, es kann aber nicht die Einhaltung der Vorschriften beweisen. Siehe meinen Blogeintrag vom 5. Juli 2005. Schade, dass gefälschte Bauteile nicht so leicht zu erkennen sind wie Falschgeld.

Zum Wohl,

Dr. Ron