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Aktualisierter Greenpeace Greener Guide

Greenpeace hat gerade seinen"Guide to Greener Electronics" aktualisiert. Es gibt einige interessante Hinweise, die ich aus dem Bericht entnommen habe:

  1. Sie konzentrieren sich wirklich auf den Ausstieg aus BFS und PVC in der Elektronik. Sie haben HP und Dell gestrichen, weil sie ihren Zeitplan für den Ausstieg aus BFS und PVC lockern. Ich finde es interessant, dass nicht erwähnt wird, wie die Ersatzprodukte aussehen sollen. Dies ist besorgniserregend, da die Ersatzstoffe möglicherweise noch giftiger sein könnten als die zu ersetzenden Stoffe. Es hat Jahre gedauert, bis die Situationen, in denen BFR und PVC bedenklich sind (Dioxinbildung und Bioakkumulation), vollständig beschrieben waren. Darüber hinaus sind nicht alle BFR gleich. Wenn die Unternehmen diese Materialien schrittweise aus dem Verkehr ziehen, wie können sie dann in ein bis zwei Jahren eine vollständige Risikobewertung der Ersatzstoffe vornehmen?
  2. Sie haben Antimon (Sb) in die Liste der Materialien aufgenommen, die schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Dies kann für eine Reihe von Lötanwendungen eine Herausforderung darstellen. Die Hersteller von Bauteilen haben Sn/Sb-Legierungen in ihren Bauteilen verwendet. Sn/Sb ist die Pb-freie Legierung mit dem höchsten Schmelzpunkt, die sich einigermaßen gut löten lässt (anders als Au/Sn, das 1000-mal so teuer ist). Die Hersteller von Bauteilen verwenden dies, damit diese Legierungen nicht wieder aufschmelzen, wenn das Bauteil in einem SAC-SMT-Prozess montiert wird. Die Eliminierung von Sb führt zu einer Reihe von Problemen bei der Montage und möglicherweise auch zu erheblichen Problemen bei der Zuverlässigkeit.
  3. In der Zusammenfassung des Berichts wird Apple für den schrittweisen Ausstieg aus praktisch allen BFR und PVC gelobt. Dennoch liegt das Unternehmen im Ranking immer noch in der unteren Hälfte. Ich werde in einem späteren Eintrag mehr darüber schreiben.

Ich bin sehr dafür, Elektronik umweltfreundlich zu gestalten, aber ich denke, dass man sich mehr mit den Folgen dieser Designänderungen befassen sollte. Sind die Alternativen tatsächlich besser? Welche Auswirkungen haben sie auf die Zuverlässigkeit und Funktionalität der Produkte?