Als Ingenieurstudent gewöhnt man sich daran, Aufgaben aus Lehrbüchern zu lösen. Es ist eine erfrischende Abwechslung, an einem Projekt zu arbeiten, bei dem man diese Fähigkeiten zur Problemlösung in einer realen Situation anwenden kann. Vor kurzem wurde ich damit beauftragt, eine Lösung für die Nachrüstung eines Lasermessgeräts in einem der Betriebsbereiche hier im Werk der Indium Corporation am Business Park Drive in Utica, New York, zu entwickeln. Der für dieses Projekt verantwortliche Ingenieur ist Mike Campbell, der letzten Sommer selbst Praktikant bei der Indium Corporation war! Es ist toll, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der noch vor kurzer Zeit in derselben Situation war wie ich.
Genau wie bei einer typischen Aufgabe aus einem Ingenieurlehrbuch hatte ich Spezifikationen, Einschränkungen und andere Rahmenbedingungen, an denen ich meinen Entwurf ausrichten musste. In dieser speziellen Situation musste die Befestigungslösung so konzipiert werden, dass sie sich an der Stelle anpasste, an der das Material zugeführt wurde. Um Unterbrechungen des Fertigungsprozesses so gering wie möglich zu halten, mussten die Änderungen so unauffällig wie möglich sein. Eine weitere Einschränkung bestand darin, dass wir bereits über ein Lasermessgerät verfügten, das wir verwenden wollten; daher musste die Halterung so gestaltet werden, dass sie zu diesem speziellen Modell passte. Glücklicherweise stellt der Hersteller auf seiner Website CAD-Dateien zur Verfügung, sodass sich wichtige Maße und die Positionen der Befestigungslöcher leicht ermitteln ließen. In einem Fertigungsbetrieb ist es wichtig zu berücksichtigen, wie viel Zeit der Bediener für die Einrichtung eines Geräts aufwenden muss und wie sich dies auf die Genauigkeit der Messwerte zwischen den einzelnen Bedienern auswirken könnte. Wenn Sie diese Möglichkeiten also bei Ihrer Konstruktion ausschließen können, erzielen Sie eine gute Wiederholgenauigkeit Ihrer Messwerte. Mein ursprünglicher Entwurf sah Einstellmöglichkeiten vor, die dazu führen könnten, dass das Messgerät aus der Ausrichtung gerät. Bei einem Lasermessgerät ist es für genaue Ergebnisse unerlässlich, dass das zu messende Material korrekt auf den Strahl ausgerichtet ist.
Nachdem ich meinen ersten Entwurf fertiggestellt hatte, half mir Mike dabei, eine Entwurfsbesprechung mit einigen erfahrenen Ingenieuren zu organisieren. Wir diskutierten die Schwachstellen des Entwurfs und wie man diese beheben könnte. Dank ihrer wertvollen Erkenntnisse kamen wir zu dem Schluss, dass das Messgerät, wenn es an einer anderen Stelle montiert würde, wesentlich reproduzierbarere Messwerte liefern und weniger anfällig für Ausrichtungsfehler wäre.
Die Entwurfsprüfung war eine sehr lehrreiche Erfahrung, die gezeigt hat, wie wichtig es ist, ein Problem aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Mit freundlichen Grüßen,
Dave
