Es gibt verschiedene Fragen, die auftauchen, wenn man etwas über Flussmittel zum Löten lernt, wie zum Beispiel: Was macht ein Flussmittel? Wie funktioniert ein Flussmittel? Warum brauche ich ein Flussmittel? Dieser Beitrag geht auf diese Fragen ein.
Ein Flussmittel entfernt die Oxide eines unedlen Metalls und reinigt dessen Oberfläche, um die Bildung einer hervorragenden Lötstelle zu ermöglichen. Aber wie wird ein Metalloxid gebildet?
Ein Metalloxid bildet sich, weil ein Metallatom gerne von allen Seiten umgeben ist. Metalle üben eine Oberflächenenergie aus, die Sauerstoffatome an die Oberfläche des Metalls zieht, so dass es ein Metalloxid bildet und von allen Seiten umschlossen werden kann. Dies ist ideal für das Metall, aber nicht ideal für das Löten. Diese Oxide verhindern, dass Metalle qualitativ hochwertige Lötstellen bilden.
Folglich muss ein Flussmittel mehrere Dinge tun, um wirksam zu sein. Diese drei Dinge sind:
- Oxyde entfernen
- Reoxidation verhindern
- Luft verdrängen
Kolophonium verhindert die Reoxidation; deshalb sind viele Flussmittel auf Kolophoniumbasis. Flussmittel müssen nicht unbedingt auf Kolophonium basieren, aber das Kolophonium trägt dazu bei, dass die Oberfläche nicht wieder oxidiert. Flussmittel verhindern auch, dass die Luft wieder an die Oberfläche des Metalls gelangt. Das Flussmittel verdrängt die Luft von der Luft-Metall-Grenzfläche und ermöglicht es dem Lot, dahinter zu fließen. Dies geschieht, wenn die Oberflächenenergie größer ist als die Oberflächenspannung des Lots. Wenn jedoch die Oberflächenspannung größer ist als die Oberflächenenergie, verklumpt das Lot (nicht benetzend). Das Flussmittel sorgt dafür, dass die Oberflächenenergie größer ist als die Oberflächenspannung. Daher benötigen Sie ein Flussmittel, um eine Lötstelle mit Luft-Reflow zu bilden.
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