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Berechnung der Metallmassenanteile in einem Zwei-Metall-Legierungssystem

Leute,

Ich war überrascht, als ich die falsche Formel für die Berechnung der Dichte von Metalllegierungen auf YouTube. Die falschen (Gl. 1) und richtigen (Gl. 2) Formeln sind in Abbildung 1 dargestellt. In vielen Fällen ergibt Gleichung 1 eine Antwort, die nur um ein paar Prozent abweicht. In einigen Fällen kann sie jedoch um mehr als den Faktor 1.000 daneben liegen, wie in einem früheren Blog-Beitrag. In diesem Blogbeitrag wird auch die Herleitung von Gleichung 2 erläutert.

Abbildung 1. Die falschen und richtigen Gleichungen zur Berechnung der Legierungsdichte.

Das oben erwähnte YouTube-Video schlug eine interessante Aufgabe vor: die Bestimmung der Massenanteile der Metalle einer Zwei-Metall-Legierung, wenn man nur die Dichte der Legierung kennt. Natürlich kennen wir die Dichten der beiden Metalle. Die Lösung für dieses Problem ist in Abbildung 2 zu sehen.

Abbildung 2. Lösung der Massenanteile von zwei Metallen in einer Zweimetalllegierung.

Um das Ergebnis zu überprüfen, nehmen wir an, wir haben eine Zinn-Blei-Legierung. Die Dichte der Legierung beträgt 8,4 g/ccm. Zinn hat eine Dichte von 7,29 g/cc und Blei 11,34 g/cc. Setzt man diese Zahlen in die Lösung für x (Zinn) ein, erhält man 63 % und y = 37 %. Diese Legierung ist also eine eutektische Zinn-Legierung.

Mit dieser Technik können nur die Massenanteile von Zwei-Metall-Legierungssystemen ermittelt werden.

Zum Wohl,

Dr. Ron