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Löten 101 WAK-Fehlanpassung

Der Nordosten der USA (und auch andere Teile des Landes) haben einen recht warmen Sommer erlebt. Und als ob ein Spaziergang in der Feuchtigkeit nicht schon Hinweis genug wäre, müsste ich nur noch die Passform der alten Türen in meinem Haus testen, denn sie kleben. Die Hitze lässt sie sich ausdehnen.

Wärme bewirkt auch, dass sich Metall ausdehnt. Das wäre in Ordnung, wenn sich alle Metalle mit der gleichen Geschwindigkeit ausdehnen würden (CTE oder Wärmeausdehnungskoeffizient), aber das tun sie natürlich nicht. Was passiert also, wenn man versucht, zwei Metalle miteinander zu verlöten und dann Wärme zuführt (entweder absichtlich oder durch den Gebrauch des Geräts)? Es kommt zu einer so genannten "WAK-Fehlanpassung", die dazu führt, dass die entstandene Lötstelle beim Abkühlen reißt und das Gerät versagt.

Wie überwindet man also die CTE-Fehlanpassung beim Verbinden zweier Metalle? Man verwendet natürlich Indium! Indium ist so weich und verformbar, dass es sich im Wesentlichen entsprechend den Metallen, mit denen es verbunden ist, dehnt. Es kann in einer Vielzahl von Formen(Indiumdraht, Indium-Vorformlinge) und in einer Vielzahl von Legierungen verwendet werden, um die WAK-Fehlanpassung in Ihrem Produkt zu überwinden.