In der Gemeinsamen Industrienorm 004A legt die IPC die Prüfmethoden fest, die zur Kategorisierung eines Flussmittels verwendet werden. Die Endklassifizierung umfasst eine Bezeichnung für die Art der verwendeten Inhaltsstoffe, das Aktivitätsniveau der Flussmittelrückstände und die Menge der im Flussmittel enthaltenen Halogenide. Ein Beispiel wäre die Bezeichnung ROL1, die besagt, dass es sich um ein Flussmittel auf Kolophoniumbasis mit geringer Rückstandsaktivität handelt, das Halogenide enthält.
Flussmittel werden auf der Grundlage dieser Nomenklatur für ihre Verwendung spezifiziert. Die Wahl des richtigen Flussmittels richtet sich nach der Reinigungsmethode, die nach dem Löten angewendet werden soll, nach der Methode, mit der das Flussmittel aufgetragen werden soll, nach der Reflow-Temperatur, der es ausgesetzt werden soll, und nach dem Substrat, auf dem es verwendet werden soll.
Das ideale Flussmittel für eine Anwendung wird während des Reflow-Prozesses aktiviert, und alle Rückstände, die am Ende des Lötvorgangs zurückbleiben (einschließlich einer eventuell erforderlichen Reinigung), sind inert. Das Flussmittel wird auf wiederholbare Weise aufgebracht, und es wird ein möglichst wenig aktives Flussmittel gewählt, das Oxide von den zu lötenden Substraten entfernen kann.
Für die Verwendung mit Vorformlingen gibt es flüssige Flussmittel, die wasserlöslich, kolophoniumhaltig oder reinigungsfrei sind, Tacfluxes® mit ähnlichen Optionen oder vorgefertigte Vorformlingsbeschichtungen mit reinigungsfreien und kolophoniumhaltigen Optionen.


