Löten und Schweißen werden in der Metallverarbeitung oft austauschbar verwendet, aber jede Technik ist anders und hat ihre eigene Anwendung. Obwohl beide Methoden den Einsatz von Wärme erfordern, sind Löten und Schweißen zwei sehr unterschiedliche Verfahren, um zwei oder mehr Metallteile miteinander zu verbinden.
Es gibt mehrere grundlegende Methoden, um zwei oder mehr Metallteile oder manchmal auch andere Materialien miteinander zu verbinden. Ohne Wärmezufuhr gibt es folgende Möglichkeiten: Kleben mit Epoxid-, Polyurethan- oder Silikonklebstoffen, die sich in der Regel gut für die Verbindung von leichten Metallteilen eignen, und die mechanische Methode der Befestigung mit Muttern, Schrauben und Unterlegscheiben. Nieten ist eine Methode zum Verbinden von Metall, die je nach Projekt mit oder ohne Hitze angewendet werden kann. Überlappende Bleche werden durch ein gerades Metallstück (den Niet) verbunden, das durch beide Bleche hindurchgesteckt und dann über die Verbindung geformt wird, um die Bleche sicher miteinander zu verbinden. Kleinere Nieten können allein durch Kraftanwendung, z. B. mit einer Nietpistole, befestigt werden, während größere und dickere Nieten unter Umständen erst durch Wärmezufuhr hergestellt werden müssen, bevor sie schmiedbar sind. Die übrigen Methoden zum Verbinden von Metall sind Löten und Schweißen, die beide Wärme erfordern. Löten und Schweißen werden in der Metallverarbeitung oft synonym verwendet, aber jede Technik ist anders und hat eine andere Anwendung, und es ist entscheidend, das richtige Verfahren anzuwenden.
Es gibt zwar verschiedene Schweißtechniken, aber alle beruhen auf demselben Grundprinzip: Durch die Einwirkung extrem hoher Hitze (wir sprechen hier von über 3000 °C!) auf Metallteile schmilzt das Metall und verschmilzt dauerhaft miteinander. Durch das Schweißen entsteht die stärkste Verbindung zwischen zwei Metallteilen, die allen Arten von Belastungen standhalten kann. Es gibt jedoch einige Einschränkungen. Eines der größten Hindernisse für das Schweißverfahren ist, dass die beiden Metalle ähnlich sein müssen. Unterschiede in den Schmelzpunkten oder in der Elektrochemie zweier Metalle können das Schweißen erschweren oder fast unmöglich machen, zum Beispiel lassen sich Titan und Stahl nicht durch Schmelzschweißen verbinden.
Beim Löten hingegen werden zwei Metalle durch einen Zusatzwerkstoff miteinander verbunden. Anders als beim Schweißen bleiben die unedlen Metalle während des gesamten Prozesses fest. Stattdessen schmilzt der Zusatzwerkstoff (das Lot) und füllt den Bereich zwischen den unedlen Metallen aus und verbindet sie miteinander. Gelötete Verbindungen sind nicht so stark wie geschweißte, weil beim Löten keine sehr starke mechanische Verbindung entsteht, sondern eine elektrische. Beim Löten können jedoch zwei beliebige Metalle miteinander verbunden werden, solange das Lotmaterial unter dem Schmelzpunkt beider Metalle und bei relativ "niedrigen" Temperaturen (im Allgemeinen unter 450 °C) liegt. Dies kann von Vorteil sein, da die Verbindung leicht geschmolzen werden kann, wodurch die Verbindung getrennt wird und eine Nacharbeit möglich ist.
In Bezug auf Festigkeit und Zuverlässigkeit steht das Schweißen im Gegensatz zum Löten, ist aber für empfindliche Elektronik völlig ungeeignet, da übermäßige Hitze die Bauteile beschädigen kann. Die Verwendung eines Lötmaterials ist perfekt geeignet, um die Grundmetalle mechanisch zu verbinden und die Verbindung so zu sichern, dass sie sich nicht durch Vibrationen oder andere mechanische Kräfte löst, und elektrisch, damit das elektronische Signal ohne Unterbrechung durch die Verbindung fließen kann. Unabhängig von der spezifischen Funktion ist eine stabile mechanische und elektrische Verbindung zwischen dem Bauteil und dem Substrat entscheidend für die Gesamtleistung des Geräts. Eine schlechte Lötverbindung kann zu einer unzuverlässigen Lötstelle führen und Probleme wie Delamination, Brückenbildung, unzureichende Wärmeübertragung und vieles mehr verursachen.
